Fit in Deutsch, Chemie und Brandschutz – Berufsschüler machen Zusatzausbildung

Schüler der Berufsbildenden Schule (BBS) Landstuhl haben im Schuljahr 2018/2019 an einer Feuerwehrtechnischen Grundbildung teilgenommen. Anfang Juni traten sie im Schulhof der BBS zu ihrer Abschlussprüfung an. Mit insgesamt drei Schläuchen löschten die anwesenden Schüler einen glücklicherweise nur imaginären Brand auf dem Dach des Gebäudes, während Lehrer und Gäste, darunter Hans-Georg Balthasar vom Landesfeuerwehrverband, Rudi Molter vom Kreisfeuerwehrverband Kaiserslautern und E. Schröder vom Arbeiter-Samariter-Bund Kreisverband Kaiserslautern aus dem Klassenzimmer heraus zuschauten. Im Laufe dieses Schuljahrs wurden die zehn Schüler und eine Schülerin in 80 Schulstunden in den Feuerwehrdisziplinen Retten, Löschen, Bergen, Schützen unterrichtet. Mit dem Zertifikat sind sie nun befähigt, grundlegende Tätigkeiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz zu übernehmen.

Uwe Kleu, Schulleiter der BBS Landstuhl, erklärte, dass die Feuerwehrtechnische Grundbildung neben bekannteren Fächern wie Biologie oder Chemie ebenfalls ein reguläres Wahlpflichtfach der Schule darstelle. Im Rahmen dieser Ausbildung erlernen die Schüler grundlegende Maßnahmen in Sachen Brandschutz und nehmen auch an einem Erste-Hilfe-Kurs teil, der bei Bedarf auch als Nachweis für die Führerscheinprüfung gültig ist. Das primäre Ziel dieses Wahlpflichtfachs sei es aber, mehr Leute für die Freiwillige Feuerwehr zu gewinnen.

Sven Philipp, Abteilungsleiter für Schulen in der Kreisverwaltung,  sprach in Vertretung der Ersten Kreisbeigeordneten Gudrun Heß-Schmidt. „Nehmt euch ein Herz, macht es!“, war sein Aufruf an die Teilnehmer, aber auch generell an jeden, der Interesse an der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr hat.

„Es war eine gute Übung. Sie waren schnell, und was mir sehr gut gefallen hat, Sie waren nicht hektisch.“ Mit diesen Worten drückte Thomas Jung, Wehrleiter der Verbandsgemeinde (VG) Landstuhl, seine Anerkennung gegenüber den Teilnehmern aus. Auch seine generelle Einstellung bezüglich des Ehrenamtes der Freiwilligen Feuerwehr ließ er klar erkennen: „Es ist für mich das Höchste, was es gibt.“

Michael Herfurt, Stellvertretender Kreisfeuerwehrinspekteur pflichtete seinen Vorrednern in vielem bei, hatte allerdings noch etwas hinzuzufügen. Was er besonders vermitteln wolle, sei „das Gefühl, Feuerwehrmann zu sein“. Jemanden aus einem brennenden Haus oder aus einem verunfallten Auto zu retten, oder auch ein eingeklemmtes Tier zu befreien, dieses Gefühl sei unbeschreiblich. Bei Minusgraden im Winter im Einsatz zu sein und von einem Nachbarn, der mit dem Brand nichts zu tun hat, Kaffee und belegte Brötchen gebracht zu bekommen, als Zeichen der Dankbarkeit, „das kann man nicht beschreiben, das muss man erlebt haben“.

Bestanden haben die Prüfung (in alphabetischer Reihenfolge) Safar Ali, Jamey Binkley, Cedric Bossung, Tomasz Czajczynski, Mika David, Moritz Gottschalk, Hossein Hosseini, Ajab Hutag, Patrick Kruse, Lukas Schwarz und Michelle Smith. Allen Teilnehmern wurde eine Urkunde überreicht, die sie als Feuerwehranwärter auszeichnet.

Text: Maik Bossert, Foto: Anne Müller, Video: Rolf Schmiedel